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Heiligenbrücke

Die Heiligenbrücke (auch Sternwirtsbrücke) ist eine barocke Steinbrücke, die die Schwäbische Rezat in Ellingen, einer Stadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, überquert. Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-5-77-125-8 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.[1]

Die Brücke steht nordöstlich des historischen Stadtkerns und nordöstlich der Residenz Ellingen nahe dem Eingang zum Schlosspark auf einer Höhe von 388 m ü. NHN. Über die Brücke führt die Bahnhofstraße. Wenige Meter weiter nördlich wurde ein kleiner Fußgängerüberweg als zusätzliche Flussquerung errichtet.[2] Flussaufwärts überquert die Johannesbrücke den Fluss.

Die dreijochige Brücke wurde unter Landkomtur Friedrich Karl von Eyb nach Plänen von Matthias Binder um 1762 aus Sandsteinquadern errichtet und ersetzte die dortige Furt einer früheren Römerstraße. Die Brücke wurde, anders als in den Planungen des Deutschen Ordens vorgesehen, im schlichten Stil ohne Brückentoranlage erbaut. Auf jeder Brüstungsmauer der Brücke stehen vier lebensgroße Heiligenfiguren von Leonhard Meyer, auf der linken Seite Georg, Immaculata, Joseph und Elisabeth, auf der rechten Seite Antonius von Padua, Leonhard, Johannes von Nepomuk und Franz Xaver. Auf der Mitte der südlichen Brüstung wurde ein eisernes Kruzifix aufgesetzt.[1][3]

Die acht Heiligenfiguren und das Kreuz warten noch auf eine Restaurierung.

Ehemalige Lateinschule

Die ehemalige Lateinschule in Ellingen (Hausner Gasse 4) ist ein bedeutendes zweigeschossiges Walmdachhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Dendrochronologische Untersuchungen bestätigen, dass das Gebäude um 1738 vom Balley-Sekretär Hannß Georg Geiger errichtet wurde. Im Jahr 1772 erwarb der Deutsche Orden das Anwesen und baute es zur Lateinschule um. (Jahresbericht 1864/65)
Ein charakteristisches Merkmal des Gebäudes ist der Glockenständer, ein kleiner Dachreiter, wie er für die öffentlichen Gebäude der Barockstadt Ellingen typisch war. Während solche Türmchen an anderen markanten Bauten – etwa dem Franziskanerkloster, dem ehemaligen Amtsgericht (heute Schloss-Apotheke) oder dem Mittelbau der Schlossbrauerei – im Laufe der Zeit verloren gingen, blieb der Dachreiter der Lateinschule erhalten. Im Herbst 2003 wurde er wegen seines maroden Zustands während einer Dachsanierung vorübergehend abgenommen, anschließend saniert und wieder aufgesetzt.
Das Anwesen steht heute unter Denkmalschutz (Aktennummer D-5-77-125-11), wobei auch Teile der ehemaligen Einfriedung aus dem 19. Jahrhundert geschützt sind. Die Schule ist integraler Bestandteil des barocken Ensembles der Stadt und befindet sich in der Nähe weiterer historischer Bildungseinrichtungen wie der ehemaligen „Deutschen Schule“ in der Neuen Gasse sowie der profanierten Franziskanerkirche.
Die Lateinschule bestand mit Unterbrechungen bis 1868. Das Gebäude blieb bis heute im Besitz der Lateinunterrichtsstiftung bzw. der St. Elisabeth Hospitalstiftung. Später folgten Nutzungen als Grundschulräume und als Lehrerwohnung. Von 1982 bis 1997 beherbergte es das Postamt.

Neuer Josefsbrunnen

Die Bedeutung Josefs ist eingebettet in eine intensive barocke Frömmigkeit, die durch den Deutschen Orden gefördert wurde. Neben Josef spielen weitere Heilige wie St. Georg (Patron der Stadtpfarrkirche), St. Elisabeth (Spitalpatronin) und St. Maximilian eine zentrale Rolle im religiösen Leben und in der Architektur der Stadt

In der Pleinfelder Straße existierte historisch ein prächtiger barocker Josefsbrunnen. Im Zuge der Sanierung dieser Straße wurde auf Anregung des Freundeskreises Barockstadt Ellingen e.V. an derselben Stelle ein neuer Brunnen errichtet, der in Größe und Stil an sein historisches Vorbild erinnert und heute wieder als Rastplatz mit Trinkwasser dient

Oberschönenfeld

Mit der Abtei der Zisterzienserinnen von Oberschönenfeld verbindet uns seit einigen Jahren eine gut gepflegte Beziehung, die durch die Geburt der Äbtissin Elisabeth Herold im Jahr 1599 in Ellingen begann und heute davon lebt, dass man sich ohne Rücksicht auf die Konfession gut kennt.

Unsere Ansprechpartnerin in Ellingen:
Maria Sailer

Stadtführungen

Stadtführungen in Ellingen müssen unabhängig von den Führungen der Bayerischen Schlösserverwaltung des Schlosses Ellingen bestellt werden.

Neben den allgemeinen Führungen sind spezielle Führungen zu Themen wie das jüdische Leben in Ellingen, der Hexenverfolgung oder nächtliche Führungen für Kinder und Jugendliche möglich. Auch ein Blick in das Ferienprogramm der Stadt Ellingen kann Ihnen zu spezielle Führungen verhelfen.

Terminvereinbarungen:
Stadt Ellingen (+49 (0) 9141 / 8658-0)

oder

Evelyne Pfliegel
E-Mail: e.pfliegel@t-online.de
Mobil: 0157 73434748
Adresse: Stadtarchiv, Pleinfelder Straße 4, 91792 Ellingen