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Rundgang am

Tag des offenen Denkmals

in Ellingen

Der Rundgang im Jahr 2005 berührt die Geleitgrenzen des Deutschen Ordens in Ellingen vor dem 30-jährigen Krieg, als sich Weißenburg und Ellingen in eine Auseinandersetzung mit dem Markgrafen von Ansbach um die Schaffung eines eigenen Territoriums verwickelt sahen. Das Kloster Wülzburg wurde vom Markgrafen in eine moderne, starke Festung umgewandelt. Ellingen und Weißenburg erreichten eine kaiserliche Erlaubnis, die Festung mit Gewalt wieder niederzureißen, so sie konnten wie sie wollten. Landkomthur Volpert von Schwalbach befestigte damals um 1590 deshalb die Stadt und ließ drei Geleitsäulen aufstellen, die unseren Weg heuer bestimmen.

Unsere Wanderung beginnt von Weißenburg her kommend an der alten Nepomuckbrücke, die nunmehr im Schatten der hohen Brücke zwischen Ellingen und Weißenburg über die Umgehungsstraße ruht und seit 1775 die Felch überquert hat. Östlich davon steht ein mittelalterliches Feldkreuz und eine der beiden erhaltenen Geleitsäulen.

Geführt wird in der geöffneten katholischen Pfarrkirche St. Georg und ihrem Umgriff, wo im Inneren die neu renovierten Zunftstäbe aus der Barockzeit vorgestellt werden.

Auch außerhalb der Kirche wurde im Jahr 2005 Ordnung geschaffen. Die alte Kirchhofsmauer wurde renoviert, die barocken Grabsteine überdacht. An der Südseite der Maria-Hilf-Kapelle befinden sich zwei Torsos der Kirchenvätern, die beim Bombenangriff 1945 von ihren Mauern am Kirchhoftor gestoßen wurden.

In der Maria-Hilf-Kapelle können außer der Mumie des Landkomthurs von Hornstein die Reste der wunderschönen Ölbergfiguren besichtigt werden, die aus der Zeit um 1470 stammen und ebenfalls Kriegsopfer geworden sind.

Der Weg führt weiter zur Neuen Gasse. Dort hat Anfang August ein großes Feuer das ehemalige Haus der jüdischen Familie Gutmann vernichtet. Auch der Dachstuhl der barocken Synagoge hatte bereits Feuer gefangen, bevor der Brand gelöscht werden konnte. Der Weg führt weiter durch den Garten des Römischen Kaisers (nicht geöffnet) und dessen Hoftor zurück zur Weißenburger Straße, wo das in Renovierung befindliche „Schuster Mederlein Haus“ besichtigt werden kann. Wer den Zustand vor der Renovierung während des Tages des offenen Denkmals im Jahr 2003 gesehen hat, kann die Fortschritte bewundern. Der Weg führt weiter am Schloss vorbei zur Maximilianskapelle (geöffnet). Vor der Kirche steht die zweite noch vorhandene Geleitsäule mit den Wappen des Landkomthurs Volpert von Schwalbach und des späteren Hochmeisters von Stadion. In der Vergangenheit war noch die Zahl 16?? erkennbar.

Dann geht es die Ringstraße entlang nach Norden bis zur Kreuzung am Schafbrunnen. Dort stand, nach einem Stich von 1719, die dritte Geleitsäule am Abgang von der Mühlstraße, einer alten Fernstraße Richtung Heiligenbrücke, womit über diese drei Säulen der innere Hoheitsbereich des Deutschen Ordens gegen Ansbach markiert war.

An dieser Stelle empfehlen wir den Interessierten eine Unterbrechung des Rundweges, um sich auf dem Ellinger Gewerbemarkt auf dem Gelände der Baumschule König, der Wohnwiese Schlund, der Firma Wohnwagen Futura oder Holzbau Haberkern Anregungen und körperliche Genussmittel zu holen und vor allem bei der Baumschule König den neuen Schlossgartenprospekt mit dem Pflanzplan des englischen Schlossgartens abzuholen, um dann über die Heiligenbrücke das renovierte Nordtor und den Schlosspark zu erreichen und im Schatten der Bäume in die Altstadt zurückzukehren.

Wer will, kann sich entlang der Strecke des Pferdefuhrwerks bedienen, das an diesem Tag den Gewerbemarkt mit der Pfarrkirche verbindet.

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