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Die alte Johannesbrücke von 1775

Die drei Geleitsäulen um 1600

Das Wegekreuz aus dem Mittelalter

Seit dem Jahr 1775 wird die Felch von der Johannesbrücke überspannt, die der Landkomtur Sigismund v. Lehrbach im Rahmen des Chausseebaues errichten ließ. Das war ein großräumiges Fernstraßenprojekt der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, auf dessen Trassen heute noch viele unserer Bundesstrassen verlaufen, wie die durchgehende gerade Verbindung von Ellingen bis Uffenheim (B13) zeigt. Die Brücke liegt heute im Schatten der großen, neuen Brücke an der Kreuzungsfreien Einfahrt in die B2/B13 zwischen Ellingen und Weißenburg.

An der südlichen Brüstung das Wappen des Landkomturs Sigismund von Lehrbach und die Jahreszahl 1775, nach einer Straßenverbreiterung versetzt. Auf der nördlichen Brüstung steht die Sandsteinfigur des hl. Johannes von Nepomuk, ein wenig verwittert und mindestens dem dritten Kopf. Im Jahr 1932 wird er im Band der Kunstdenkmäler von Bayern als durch einen Roheitsakt abgeschlagen geschildert. Dem folgte ein eiserner Kopf, der sich einschwärzte und nach 1945 von einem schwarzen amerikanischen Besatzungssoldaten als Souvenir mitgenommen wurde. Der heutige, wieder steinerne Kopf ist dem Kopf des Nepomuks auf der Brücke in Pleinfeld nachgestaltet.

Nahe der Brücke steht eine der beiden in Ellingen noch vorhandenen Geleitsäulen, links die Ansicht 1938. Ihre Bildtabernakel sind leer, Wappen sind an dieser Säule heute nicht mehr vorhanden, weil der runde Teil des Schaftes ersetz werden musste.

Das Gegenstück an der Maximilianskapelle trägt die Wappen des Landkomturs von Schwalbach und des späteren Hochmeisters von Stadion sowie die Jahreszahl 16??.

Die dritte Geleitsäule markierte noch um 1719 den Abzweig von der Mühlstraße Richtung Heiligenbrücke, wie ein alter Wappenkalender zeigt. Sie hat 1590 bereits gestanden, wie eine Ellinger Hexe, die Bruckmüllerin, unter der Folter angab: „bey der Martter seüll Zwischen Jrer müll unnd dem Schafhof“.

Die Geleitsäulen steckten die engere rechtliche Machtgrenze des Deutschen Ordens in Ellingen gegenüber dem Markgrafen von Ansbach ab. Ursprünglich markierten Geleitsäulen den Straßenabschnitt, in dem Reisende unter dem Schutz eines Landesherren standen, der also Geleit gab und dafür einen Zoll erhob. Das Eindringen von Bewaffneten eines anderen Herren in diesen inneren Bereich, hier im besonderen des Markgrafen von Ansbach, wurde als feindlicher Akt gewertet, während der Durchritt Bewaffneter des Ansbachers außerhalb dieses inneren Bereichs von Weimersheim zur Festung Wülzburg, die damals gerade im Bau war, tatsächlich kaum verhindert werden konnte.

Zwischen Geleitsäule und Brücke steht ein Keuz aus Sandstein, mit abgerundeten Balken ausgehauen aus dem Mittelalter. Heute werden solche Kreuze fälschlich als „Schwedenkreuz“ bezeichnet.

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