
Ein kleiner,
ovaler Zentralbau mit Gruft als
Begräbnisstätte für Landkomtur Carl Heinrich von Hornstein, erbaut von Fr. J.
Roth mit der Kirche, 1731. Der Landkomtur v. Roggenbach war (t 1682) in einer
Grabkapelle an der alten Pfarrkirche als Mumie zur letzten Ruhe gebettet
worden. Dies Kapelle musste dem Neubau der Pfarrkirche weichen. Bei der Ausstattung der Mariahilfkapelle wurde
daher die Erinnerung an von Roggenbach gleichwertig berücksichtigt.
Sie enthält
daher Gedenksteine mit vollen Wappentafeln für die Landkomture Hornstein und
Roggenbach. In den Seitennischen befinden sich Holzfiguren von St. Maria de
Victoria und St. Sebastian, um 1680 aus der abgebrochenen Grabkapelle. In der
Mitte ein Stuckmarmoraltar in hell- und dunkelgrau, Altarbild Maria Hilf.
In der Laterne die Auferstehung Christi, in den vier Medaillons
die Erdteile. Die Malereien stammen vermutlich von Georg Bergmüller, zwei
Votivkerzen, bemalt 1734.
Die Kapelle liegt genau in der Achse des Pfarrkirche und schließt
den Kirchenbereich optisch ab.
In der Gruft unterhalb der Mittelachse, liegt im Glasschrein die Mumie
von Hornsteins (t1745), im Sarkophag die Landkomtur v. Roggenbach (t 1682). In
einer Zinnkapsel wird das Herz des letzten fränkischen Landkomturs Franz
Sigismund Adalbert Freiherr von und zu Lehrbach aufbewahrt.
Der Zugang zur Gruft ist nur bei Führungen möglich.